(* 4. Oktober 1903 Altstetten/Zürich), Geigenbauer in Zürich

Steckbrief

Geboren
4. Oktober 1903 Altstetten/Zürich
Wirkungsort
Zürich
Tätig
ab 1945
Spezialität
Stradivarius-Greffühle-Kopie, Autodidakt

Mechanische Lehre, wurde Werkmeister in der Metallbranche. Als Liebhabermusiker (Gitarrist) baute er erst eine Metallgitarre, dann einen Holzkorpus, was ihn 1945 zum Bau seiner ersten Geige veranlasste. Der grosse Cellist Casals war von den Toneigenschaften beeindruckt. Gloor stellte eine genaue Kopie der Stradivarius-«Greffühle» her. In Holland erhielt er ein Diplom.

Das Wirken dieses Geigenbauers steht exemplarisch für die reiche Tradition des autodidaktischen Instrumentenbaus in der Schweiz, wo handwerkliches Geschick und musikalische Leidenschaft immer wieder Menschen ohne formale Ausbildung zu beachtlichen Leistungen im Geigenbau führten.

Quellen: Hans Boltshauser, «Die Geigenbauer der Schweiz», Hälg-Verlag Degersheim, 1969. Ergänzende Informationen: SVGB – Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher, Violin-Lexikon.