(* 9. Mai 1891 Liestal), Geigenbauer in Basel

Steckbrief

Geboren
9. Mai 1891 Liestal
Wirkungsort
Basel
Tätig
ab 1920
Spezialität
Individueller Neubau nach Stradivarius und Guarnerius, eigener Lack

Nach Uhrmacherlehre wechselte Baumgartner 1910 zum Geigenbau bei August Meinel in Liestal. 1920 eröffnete er in Basel sein eigenes Atelier. Bis heute hat er ca. 160 Geigen, Bratschen und Cellis gebaut. Er baut jedes Instrument vollständig individuell. Die Modelle sind frei nach Stradivarius und Guarnerius. Der Lack eigener Zusammensetzung besitzt die bestmöglichen akustischen Eigenschaften. Baumgartners Instrumente sind gewöhnlich schon verkauft, bevor sie fertig sind. Viele prominente Künstler zählen zu seinem Kundenkreis.

Laut dem SVGB-Lexikon wurde Baumgartner als Friedrich Wilhelm Baumgartner geboren und absolvierte zunächst eine Erstausbildung als Uhrmacher bei Cattin & Christian in Hölstein, bevor er sich dem Geigenbau zuwandte. Als Absolvent der Werkstatt von August Meinel in Liestal gehört dieser Geigenbauer zu einem illustren Kreis von Handwerkern, die unter der strengen, aber inspirierenden Anleitung des Markneukirchener Meisters ihr Können entwickelten und den Schweizer Geigenbau nachhaltig prägten.

Quellen: Hans Boltshauser, «Die Geigenbauer der Schweiz», Hälg-Verlag Degersheim, 1969. Ergänzende Informationen: SVGB – Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher, Violin-Lexikon.