(* 1877 in Breslau), Geigenbauer in Lausanne, Genf
Steckbrief
- Geboren
- 1877 in Breslau
- Wirkungsort
- Lausanne, Genf
- Tätig
- 1908–1915 Lausanne
- Spezialität
- Stradivariuskopien
Von Beruf Musiker kam Ameis um die Jahrhundertwende in die Schweiz. Er hatte sich schon in jungen Jahren bei einigen Instrumentenmachern in Deutschland Kenntnisse im Geigenbau angeeignet. Von 1908 bis 1915 arbeitete er in Lausanne professionell. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er in die Schweiz zurück und war als Musiker im Orchestre suisse romande engagiert. Er machte viele Versuche um einen guten Lack zu erfinden, welche auch zu erfreulichen Resultaten führten. Seine Arbeit ist sehr sorgfältig und besonders die F-Löcher zeichnen sich durch wunderbaren Schnitt aus. Ameis wählte sehr schönes Holz und verstand es, seinen Stradivariuskopien ein vorteilhaftes Aussehen zu geben.
Quellen: Hans Boltshauser, «Die Geigenbauer der Schweiz», Hälg-Verlag Degersheim, 1969. Ergänzende Informationen: SVGB – Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher, Violin-Lexikon.