(* 23. April 1886 Gümmenen (Bern)), Geigenbauer in Biel
Steckbrief
- Geboren
- 23. April 1886 Gümmenen (Bern)
- Wirkungsort
- Biel
- Tätig
- ab ca. 1920
- Spezialität
- Akustikforschung, Stainer-ähnliches Modell, roter Lack
Ein Bauunternehmer, der seit etwa 1920 Geigen baut, ohne eine Anleitung dafür erhalten zu haben. Er beschäftigte sich viel mit Forschungen über das Verhältnis zwischen Luft- und Holzvolumen des Resonanzkörpers. Seine Form erinnert etwas an die Stainersche. Die ganze Arbeit macht einen sympathischen Eindruck. Roter Lack.
Das Wirken dieses Geigenbauers steht exemplarisch für die reiche Tradition des autodidaktischen Instrumentenbaus in der Schweiz, wo handwerkliches Geschick und musikalische Leidenschaft immer wieder Menschen ohne formale Ausbildung zu beachtlichen Leistungen im Geigenbau führten.
Quellen: Hans Boltshauser, «Die Geigenbauer der Schweiz», Hälg-Verlag Degersheim, 1969. Ergänzende Informationen: SVGB – Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher, Violin-Lexikon.