(* 30. Juli 1870 Schwarzenberg; † 7. April 1933 Schwarzenberg), Geigenbauer in Schwarzenberg (Luzern)

Steckbrief

Geboren
30. Juli 1870 Schwarzenberg
Gestorben
7. April 1933 Schwarzenberg
Wirkungsort
Schwarzenberg (Luzern)
Tätig
Ende 19. / Anfang 20. Jh.
Spezialität
Violinen, Zithern, Gitarren

Genannt Gubertoni. Nach einer Lehrzeit im Grabsteingeschäft Realini in Luzern war Amrein vorerst als Grabsteinhauer in seinem Heimatorte tätig. Eine von seinem Vater gebastelte Zither liess in ihm den Entschluss reifen, sich ebenfalls ein Musikinstrument zu bauen. Aus eigenem Studium heraus brachte er es schliesslich zu erstaunlicher Fertigkeit in der Herstellung von Violinen, Zithern und Gitarren. 1921 baute er sich im Känzeli ein eigenes Häuschen mit Atelier. Gubertoni führte ein originelles Leben als Junggeselle. Seine Geigen sind heute recht gesucht.

Das Wirken dieses Geigenbauers steht exemplarisch für die reiche Tradition des autodidaktischen Instrumentenbaus in der Schweiz, wo handwerkliches Geschick und musikalische Leidenschaft immer wieder Menschen ohne formale Ausbildung zu beachtlichen Leistungen im Geigenbau führten.

Quellen: Hans Boltshauser, «Die Geigenbauer der Schweiz», Hälg-Verlag Degersheim, 1969. Ergänzende Informationen: SVGB – Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher, Violin-Lexikon.